25-jähriges Gründungsfest: C-Jugendspiel SV Ascha – FC Bayern München
Chronik-Bild-4-300x148 FC-Bayern, C-Jgd

O.v.li.: Herr Herbert Bremmer(FC Bayern), 1. Vorstand Alfred Dorfner, die FC Bayern C-Jugendspieler und Aschas C-Jugendleiter Reinhard Bohmann U.v.li.: Rainer Karl, Franz Eyerer, Rudi Feyrer, Robert Brückl, Stefan Reisinger, Klaus Gospodarek, Uwe Gospodarek, Konrad Landstorfer, Ludwig Stelzl, Markus Prommesberger, Bernhard Zollner, Stefan Prommesberger, Heinz Haas

Als Belohnung für insgesamt fünf errungene C- und D- Jugendmeisterschaften seit 1981 bekamen unsere Buben passend zum 25-jährigen Vereinsjubiläum vom 29. Juni bis 02. Juli 1984 ein Freundschaftsspiel gegen eine C-Juniorenmannschaft des damals schon großen FC Bayern geschenkt. Vergleiche gegen klassenhöhere Mannschaften wünschten sich unsere erfolgreichen Buben umso mehr, da sie, obwohl zweimal Meister geworden, sportlich nicht aufsteigen konnten, weil damals C- Jugendmannschaften nur im Gefolge von A-Jugendmeistern in eine höhere Klasse aufrücken durften.

Nach unzähligen Telefonaten und einigen Briefwechseln mit der FC Bayern Geschäftsstelle und dem Technischen Leiter der Jugendabteilung des FC Bayern München, Herrn Herbert Bremmer, bekamen wir die heiß ersehnte Zusage zu einem Einlagespiel unserer aktuellen Meistermannschaft gegen eine gemischte C-2/C-3-Jugendmannschaft des FC Bayern München. Am Haupttag des Festes, Sonntag, 01. Juli 1984 sollte nachmittags um 15:00 Uhr dieses Schlagerspiel stattfinden und damit den Höhepunkt der viertägigen Feierlichkeiten bilden. Die ersten zwei Festtage liefen für unsere Buben und ihre Betreuer in banger Erwartung ab, dass hoffentlich nicht noch etwas Unvorhergesehenes passieren möge. Doch am Sonntag, pünktlich um 13:00 Uhr kamen die Münchener C-Jugendspieler mit ihren Betreuern und einigen Familienangehörigen als Privatfahrern in Ascha an. Die Nervosität bei uns allen stieg von Minute zu Minute. Wie in Trance zogen sich unsere Spieler um und wärmten sich bei sommerlichen Temperaturen auf. Bereits eine halbe Stunde vor Spielbeginn versammelten sich viele Zuschauer in und um unser altes Waldstadion. So an die 400 Zuschauer mögen es wohl zum Anpfiff gewesen sein. Darunter befanden sich viele Eltern, D-und C- Jugendspieler mit ihren Trainern und Betreuern aus Steinach, Stallwang, Mitterfels, Haibach, Hunderdorf, Degernbach und sogar aus Straubing und bildeten damit einen prächtigen Rahmen für dieses sportliche Highlight, das vor allem für die unmittelbar Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis werden sollte. Nach Einmarsch und mehreren Erinnerungsfotos pfiff der Schiedsrichter, Josef Schäfer vom Nachbarverein RSV Parkstetten, die denkwürdige Partie an.

Schon nach wenigen Minuten hatten unsere Jungen ihre Nervosität abgelegt und lieferten dem klassenhöheren Gegner ein ebenbürtiges Spiel. Hin und her wogte das Spielgeschehen und nur eine leichte Feldüberlegenheit der technisch beschlageneren Gäste aus der Landeshauptstadt mussten wir anerkennen. Doch mit überlegt vorgetragenen Kontern und unbändigem Kampfgeist entlasteten wir unsere Abwehr und beschäftigten immer wieder die Münchner in ihrer Spielfeldhälfte. Mitte der 1. Halbzeit erzwangen wir einen Eckstoß. Den scharf herein geschnittenen Ball wuchtete Stefan Prommesberger mit dem Kopf zur viel umjubelten 1 : 0 Führung in die Maschen. Sichtlich irritiert agierten nun die Gäste. Dies führte nur Minuten später zu einem Foulelfmeter, den Klaus Gospodarek unhaltbar zum überraschenden 2 : 0 Zwischenstand verwandelte. In der Pause bemühten sich Betreuer und Spieler zwischen Vorfreude und Begeisterung zu notwendiger Konzentration zu finden. Dies gelang weitestgehend, denn wir mussten nur mehr den Anschlusstreffer der mächtig auf den Ausgleich drängenden Münchener Bayern hinnehmen und konnten den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff verteidigen. Unbeschreiblich der Jubel und der Stolz vor allem der Mannschaft und unübersehbar der Respekt des Gegners und der meisten Zuschauer, die uns den prestigeträchtigen Erfolg gönnten.

Am Abend im Bierzelt an der Kreuzäckerstraße gab es Freiradler und Giggerl für unsere Helden und sie standen im Mittelpunkt vieler Lobesreden und mancher der damals eingesetzten Akteure hatte sicherlich eine vor Glück und Stolz schlaflose oder zumindest unruhige Nacht.